Die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschuss, die Nutzungszeiten der Isselburger Sporthallen neu zu verteilen, schlägt Wellen. Und nicht alle sind der Meinung, dass es neue Regelungen von oben herab braucht. Hierzu gehört auch der Vereinsvorstand des Isselburger Turnvereins. In einem offenen Brief stellt der Verein seine Sichtweise zu dem Thema dar.
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Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir alle konnten in den letzten Wochen über die Medien verfolgen, dass der SUS Isselburg 1919 e.V. mit der aktuellen Hallensituation unzufrieden ist. Grundsätzlich teilen wir diese Meinung. Es hätte seitens der Stadtverwaltung wesentlich eher mit Sanierungen an der Turnhalle Stromberg begonnen werden müssen. Dann, jetzt noch die hinzukommende Verzögerung durch die fehlgeschlagene Kostenschätzung, verschärfen die Situation noch. Dennoch sind wir entschieden gegen eine Neuverteilung der Hallennutzungszeiten.
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Dass die Turnhalle Stromberg längerfristig nicht genutzt werden kann, ist langläufig bekannt gewesen. Und so war es an jedem Verein frühzeitig die Abstimmung mit den einzelnen Vereinen zu suchen. Da auch hier seitens der Stadtverwaltung keine Unterstützung spürbar war. Sollte die Politik in Isselburg ernsthaft über eine Umverteilung der bisherigen Zeiten nachdenken, wird dies unmittelbare folgen für Turnvereine haben. Insbesondere uns als ITV wird es vor die harte Entscheidung stellen, ob ein Vereinsbetrieb noch möglich ist. Wir kämpfen seit Corona mit schwindenden Mitgliederzahlen.
Weiter hängt an einem Bestehen des ITV auch die Handballspielgemeinschaft Halderm-Mehrhoog-Isselburg. Sollte der ITV den Vereinsbetrieb gänzlich einstellen, so wird sich die HSG HMI Stand jetzt nicht weitertragen können. Bezüglich der HSG HMI sei noch angemerkt, dass sich die Mannschaften der HSG eigenständig um Zeiten in den Hallen Mehrhoog und Rees bemüht haben. Und somit können alle Mitglieder der HSG aus Isselburg nicht ortsnah trainieren. Wir als ITV sind dankbar, dass sich die HSG so entschieden hat. Da es erheblich zur Entspannung führt, dass sich diese Mannschaften nicht auch noch auf die knappen Hallenzeiten verteilen müssen.
Wir bitten dies bei weiteren Entscheidungen zu berücksichtigen. Ein Lösung kann nur gemeinsam mit den Vereinen aus Isselburg gefunden werden. Wenn sich alle an einen Tisch setzen und an einer Lösung arbeiten. Wobei die Lösung nicht sein kann, ich bestehe fest auf meine Hallenzeiten und kann keine anderen akzeptieren. Wie zum Beispiel die durch uns angebotenen Zeiten Freitags.
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Kurbjuhn (1. Vors.), Josef Baten (2. Vors.), Sandra Sprick (Gesch.-Führerin)