CDU: „Der Wahlkampf hat begonnen“

Bürgermeisterkandidat Kevin Schneider
Kevin Schneider (Mitte) stellte sich als Bürgermeisterkandidat bei der CDU vor. Links Ulrich Gühnen, rechts Frank Häusler (©Frithjof Nowakewitz)

„Der Wahlkampf ist ab jetzt eröffnet“, bekräftigte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Gühnen gestern Abend (2.3.) in der CDU-Aufstellungsversammlung. Dabei wurde der Bürgermeisterkandidaten Kevin Schneider vorgestellt und die Kandidaten und Kandidatinnen für die Ratsperiode gewählt. Dazu hatten sich die Christdemokraten auch den CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Jasper eingeladen.

Einige „Böcke“ des Bürgermeisters

Ulrich Gühnen äußerte harsche Kritik an der Arbeit von Bürgermeister Michael Carbanje. „Seine Amtszeit war von einigen Böcken geprägt“, meint Gühnen und nannte als Beispiele den Bau ohne Baugenehmigung an der AWO-Kita, die Bauhofarbeiten in privaten Vorgärten und die mangelnde Aufarbeitung gravierende Zahlungsrückstände nach dem Sozialgesetzbuch. Der Stadtverbandsvorsitzende merkte dabei an, dass der Bürgermeister nicht alle Fehler selbst verursacht hat. „Aber als Bürgermeister hätte er offensiv damit umgehen und korrigierend eingreifen müssen.“ CDU und FDP stellen Kevin Schneider gemeinsam als Bürgermeister Kandidiaten für die Wahl im September auf. Unterstützt wird die Kandidatur auch von der SPD.

Es ist ein Desaster

„Wir sind uns einig, dass Kevin Schneider der bessere Bürgermeister für unsere Stadt ist“, machte Gühnen deutlich und attestierte Schneider Kompetenz, fachliche Versiertheit und eine hervorragende Vernetzung in Kreis, Land und Bund. „Diese Eigenschaften hat unser jetziger Bürgermeister in sieben Jahren Amtszeit leider nicht unter Beweis stellen können“, merkte Gühnen an. Auch Thomas Bertram ließ kein gutes Haar am amtierenden Bürgermeister. „Ich bin so dermaßen enttäuscht, es ist ein Desaster“, erklärte Bertram, der bei der letzten Bürgermeisterwahl noch auf den Verwaltungsfachmann gehofft hatte. So war die Wahl von Kevin Schneider als offizieller Bürgermeisterkandidat nur eine Formsache: 25 von 25 möglichen Stimmen konnte Schneider auf sich verbuchen.

Vertrauensbruch im Rat

Schneider machte dann auch deutlich, was Isselburg von ihm erwarten kann. „Wir alle wollen gestalten, wollen Isselburg voranbringen. Und das nicht nur in der Politik, sondern auch die Verwaltungsmitarbeiter. Da ist es frustrierend, wenn man ständig ausgebremst wird“, machte Kevin Schneider deutlich. Im Rat habe es einen deutlichen Vertrauensbruch mit dem Bürgermeister gegeben. Dafür seien Schneider zufolge die Parteien enger zusammengerückt.

Umfangreiche Agenda

Kevin Schneider ist 34 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Sohnes. Er verfügt über ein abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften und absolviert aktuell noch ein Studium zum Master of Public Management. Zu seinem Lebenslauf zählen 4 Jahre Arbeit im Landtag NRW und mehr als vier Jahre im Bundestag. Politisch betätigt sich Schneider seit 15 Jahre im Isselburger Stadtrat und seit 5 Jahren im Kreistag.

CDU-Wahlkreiskandidaten
Alle Wahlkreiskandidaten der CDU mit Bürgermeisterkandidat Kevin Schneider (©Frithjof Nowakewitz)

Alle Wahlbezirke sind besetzt

In verschiedenen Durchgängen wurden die Bewerber und Bewerberinnen für die insgesamt 14 Wahlbezirke, sowie die für die Reserveliste gewählt. Auch hier gab es in allen Wahlgängen nur einstimmige Entscheidungen. Demzufolge treten zur Kommunalswahl in Anholt Frank Häusler (WBZ 1) Wolfgang Karau (2), Stefan Schweers (3), Ulrich Borkes (4) und Detlev Alstede (5) an. Kurt Istemaas (6) vertritt die CDU in Vehlingen. Thomas Bertram, (7), Martin Köcher (8), Markus Fahrland (9) und Ulrich Gühnen (10) stehen in Isselburg zur Wahl. Heinz-Bernd Tekaat (11) vertritt die CDU in Heelden. In den Außenbezirken von Isselburg und in Herzebocholt wird die CDU von Hermann van Thiel (12) vertreten. Norbert Essing (13) und Andre Ratering stehen in Werth zur Wahl.

Im Kreistag wird die CDU von Ulrich Gühnen vertreten. Sein Stellvertreter wird Andre Ratering sein.