
Der Begriff „Dorfkuh“ ist in Isselburg kein Schimpfwort, sondern vielen Leuten zufolge der Begriff für die leckersten Burger im Umkreis. Wie es zu dem doch etwas eigenartigen Namen für den Burgerladen kam, erzählte Betreiber Medin Saljiki.
Familienunternehmen
Seit 2021 gab es die Dorfkuh in Isselburg an der Minervastraße 56. Seit dem 1. April befindet sich der Laden nun an der Minervastraße 32 (ehemals Angelikas Imbiss). Betrieben wird der Laden von Medin Saljiki (37) und seiner Frau Angela Heckrath (40). Unterstützung finden die beiden durch Sohn Lucien Heckrath (18) und Tochter Mia Heckrath (11). An Wochenenden bekommt die Familie dann noch Unterstützung durch Aushilfen.
Der Name bleibt im Kopf
Wie kommt man nun auf den für einen gastronomischen Betrieb doch recht seltsamen Namen? „Zuerst sollte es so ein amerikanischer Namen werden, der halt zu Burgern passt“, meinte Medin Saljiki. Angesichts dessen, dass man ja doch in einem eher kleinen Ort wohnt, würde aber so ein Name nicht passen. „Wir saßen im Garten zusammen und einer hat aus Spaß dann vorgeschlagen, den Laden Dorfkuh zu nennen. Und plötzlich fanden wir alle den Namen gut, weil es einer ist, der bei den Menschen im Kopf bleibt“, erzählte Medin. Damit war dann 2021 die Dorfkuh geboren.
Alternative gesucht
Auf Dauer stellte sich dann heraus, dass die Räumlichkeiten an der Minervastraße 56 viel zu klein waren. „Meist haben die Leute ihren Burger mangels Sitzplatz mitgenommen, um ihn zu Hause oder im Auto zu essen“, erklärte der 37-Jährige und seine Frau Angela nickt zustimmend. Da das zukünftig so nicht weitergehen konnte, hat man sich nach einer Alternative umgesehen. Die hat die Gastro-Familie mit dem ehemaligen Imbiss an der Minervastraße 32 gefunden.

Burger, Wrap und auch Currywurst geht
Dort ist alles ein bisschen größer. „Die Theke ist geblieben, so dass auch mehr Platz zum Arbeiten ist. Aber jetzt haben wir sieben Tische mit vier oder sogar sechs Sitzplätzen“, meinte Medin Saljiki. Im Angebot sind rund 40 unterschiedliche Burger, einige davon auch als Veggie-Burger. Wer lieber herzhafte Wraps mag, ist in der Dorfkuh ebenfalls gut aufgehoben. Diverse Salatkreationen runden das Angebot ab. Auch Fans von Currywurst-Pommes-Majo sind willkommen.
„Gastronomie war immer mein Traum“
Medin Saljiki erzählt auch ein bisschen aus seinem Leben. „1991 bin ich nach Isselburg gekommen und hab zunächst mit meiner Mutter in der Flüchtlingsunterkunft am Klärwerk gelebt“, erzählt der jetzt 37-Jährige. Es folgte die Schule und später erste berufliche Schritt bei verschiedenen Unternehmen in der Umgebung. „Aber Gastronomie war immer mein Traum“, meinte Saljiki. Dabei bekräftige er aber auch, dass es ein harter Weg bis hierher war. „Wir sind ein kleines Familienunternehmen und machen das gemeinsam. Meine Frau Angelika ist Chef in der Küche, unser Sohn Lucien arbeitet schon im Laden mit und kümmert sich um die Buchhaltung. Auch Tochter Mia (11) bringt sich schon ein und hilft oft in der Küche.“ Am 30. April sorgt das Team der Dorfkuh beim Tanz in den Mai für beste kulinarische Versorgung.
Bekannt wie ein bunter Hund
Stolz ist die Familie darauf, dass sich der Bekanntheitsgrad der Dorfkuh mittlerweile bis Bocholt, Rhede Rees, Emmerich und Hamminkeln rumgesprochen hat. „Und das nicht nur wegen dem Namen, sondern natürlich vor allem auch wegen der Burger“, meinte Angela Heckrath. Das zeigt sich vor allem aufgrund des angebotenen Lieferservice. Der gilt für Lieferungen in Isselburg ab einem Bestellwert von 15 Euro. Für Lieferungen in andere Städte gilt ein Mindestbestellwert von 30 Euro.
Sechs-Tage-Woche
Erreichen kann man die Dorfkuh in den neuen Räumlichkeiten Minervastraße 32 dienstags bis donnerstags von 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr und von 16:30 Uhr bis 22:00 Uhr. Durchgängig geöffnet hat der Burgerladen freitags von 11:30 Uhr bis 22:00 Uhr, samstags von 15:00 bis 22:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 13:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Montags ist Ruhetag. Bestellungen sind auch telefonisch unter 02874-8399757 oder unter 0157- 39337052 möglich.